Die BHIGMIPS – eine Gruppe junger Leute in Kaufbeuren in den 60er Jahren

karinausweisBHIGMIPS – ein kurioser Name. Was verbirgt sich dahinter?
Ganz einfach: Es sind die Anfangsbuchstaben der Namen der Gründungsmitglieder einer Gruppe von jungen Leuten in Kaufbeuren. Es gab sogar Ausweise. Hier ein noch erhaltenes Exemplar: Der BHIGMIPS-Ausweis von Karin Hartig, geb. Peschke.
Karin Peschke ist heute Besitzerin des Fotoladens “Die Fotoecke” in Kaufbeuren-Neugablonz. Ist es da ein Wunder, daß viele der alten Fotos von ihr stammen?

Karin war eines der Gründungsmitglieder und der “gute Geist” des Vereins.
Die Mitglieder waren so in dem Alter von 16 bis 24 Jahren. Sogar zwei Soldaten vom Fliegerhorst waren dabei.
karinMan traf sich mehr oder weniger regelmäßig an dem Mäuerchen, gegenüber dem “Nackten Mann”, in der Ranch Bar oder zum Beispiel in der Eisdiele Cortina.
Im Sommer ging es oft an den Bärensee.
Unterwegs führten die jungen Leute ernsthafte Diskussionen über “Gott und die Welt”, d.h. über die Schule, Lehrlingsausbildung, Mode, politische Themen usw.
Drogen waren verpönt, die jungen Küken konnten sich vertrauensvoll an die Älteren wenden. Liebeleien untereinander waren ebenfalls verpönt, denn das hätte eventuell zu Eifersüchteleien geführt.
Im Laufe der Zeit wollten auch noch andere Mädels und Jungens den BHIGMIPS beitreten, das lehnte man jedoch ab, um die Harmonie nicht zu stören.

Mehr über die BHIGMIPS und deren Aktivitäten finden sich in “Allgäu Sixties”.

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4 Gedanken zu „Die BHIGMIPS – eine Gruppe junger Leute in Kaufbeuren in den 60er Jahren

  1. peter m. roese

    Hallo Irmgard,
    ja, es war schon eine herrliche Zeit! Wer so eine Gruppe Freunde und auch noch, wie wir, eine Band hatte, wird das ewig in Erinnerung behalten …
    Liebe Grüße
    Peter

    Antwort
  2. Richard Wimmer

    Hallo Peter M. Rose!

    Es ist einmalig, auch etwas über das Allgäu aus dieser Zeit zu lesen. Etwas, was fast vergessen ist, dass diese „Aufbruchstimmung und der Protest“ nicht nur auf die großen Städte beschränkt blieb, sondern sich bis in die entlegenste Gegennd verbreitet hat. Alles mit seinen positiven aber auch negativen Auswirkungen, wie ich es auch erleben durfte, als ich das Allgäu durch meine Frau etwas kennen lernen durfte.

    Denke, die Zeit ist reif, zurückzublicken, aber auch in die Zukunft. So einige der damaligen Gedanken in die heutige Zeit rüber zu bringen, dürfte sehr wichtig sein. Es freut mich wirklich, dass sich hier Menschen zusammen gefunden haben, die die sich noch positiv an diese Zeit erinnern und sich einiges bewahrt haben.

    Vielleicht entsteht hier ja auch etwas, dass wir, nicht mehr gnaz so Junge, ein klein Wenig an die Jugend und unsere Kinder weiter geben können.

    In diesem Sinn wünsche ich weiter viel Erfolg mit dieser Seite und dass sie sehr weite Kreise zieht.

    Vielen Dank und viele herzliche Grüße

    Richard

    Antwort
    1. wholelottarosie Autor

      Hallo Herr Wimmer,
      in der Tat, die „Aufbruchstimmung“ war auch in den entlegensten Gegenden zu spüren. Sogar im tiefsten Sauerland, in dem ich aufwuchs, erklang das Intro von „In A Gadda Da Vida“ und lag „Der Weiblichkeitswahn“ auf den Nachttischen der Mädchen.
      LG von Rosie

      Antwort

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