R.I.P. Pete Seeger

pete seegerDer kürzliche Tod des US-amerikanischen Folk-Musikers Pete Seeger, der am 28.01.2014 im Alter von 94 Jahren starb, gibt den würdigen Rahmen für einige Betrachtungen über die unglaubliche Musik der 60er Jahre.
Diese wurde geprägt durch die Nachkriegsgeneration der “Baby-boomer.” Der Vietnamkrieg und die dagegen entstehende Friedensbewegung brachte zahlreiche berühmte Songs hervor. Die Hymne dieser Bewegung war Pete Seegers Lied “Where have all the flowers gone”, welches er 1955 schrieb. Zu hören ist dieses Lied z.B. auf der LP „The Rainbow Quest“, erschienen 1960 auf Folkways.

„Where have all the flowers gone
Long time passing?
Where have all the flowers gone
Long time ago?
Where have all the flowers gone
Young girls picked them everyone.
When will they ever learn?
When will they ever learn?“

Weitere berühmte Lieder in diesem Context waren z.B.  auch „We Shall Overcome“, ebenfalls von Pete Seeger, “Blowing in the wind” von Bob Dylan und “Give peace a change” von John Lennon.
Die Musik der 60er Jahre ist unglaublich vielfältig, mit einer breitgefächerten Palette von Stilrichtungen.
Zu den wichtigsten zählen z.B. der Beach Boys Surfer Sound, Motown, der Rock n’ Roll der Rolling Stones, der Beatles, Sam The Sham usw..
In der BRD vertreten diese Richtung die Lords und die Rattles.
Soul und Rhythm&Blues wurden geprägt von Aretha Franklin, den Supremes, Wilson Pickett, um nur einige zu nennen.

Hintergrund zu Pete Seeger’s “Where have all the flowers gone”

Die Antikriegsbewegung gegen den Vietnamkrieg hat, wie gesagt, einige unsterbliche Musikinterpreten in den USA hervorgebracht.
Was hatten die Amerikaner eigentlich in Vietnam verloren?
Alles begann 1946, als sich dort lokaler Widerstand gegen die französischen Kolonialherren rührte.
Die Franzosen wurden vertrieben und 1954 wurde das Land geteilt, und zwar in einen westlich geprägten Süden mit der Hauptstadt Saigon und den kommunistischen Norden mit Hanoi.
Im Süden entwickelte sich ein Bürgerkrieg.
Die Amerikaner griffen ein, nachdem im August 1964 eines ihrer Kriegsschiffe im Golf von Tonking angeblich von nordvietnamesischen Streitkräften angegriffen worden war.
Diese Täuschung gab den USA die Legitimation, militärisch in der Region aktiv zu werden.
Es entwickelte sich ein verheerender Flächenbrand, der auch Laos und Kambodscha mit einbezog. Der Blutzoll war ungeheuer, denn etwa 3 Millionen Menschen starben, die meisten von ihnen Zivilisten.
Zunächst war der größte Teil der US-Bürger für ein Eingreifen der Militärs, als Kampf gegen den Kommunismus und für ein demokratisches Vietnam.
Die steigende Zahl der getöteten GI’s rief jedoch eine Antikriegsopposition hervor.
Es waren zunächst die Studenten, die sich für die Bewegung engagierten. Dann jedoch erfaßte die Kriegsmüdigkeit das ganze Land, denn es dämmerte den meisten Amerikanern, daß dieser Krieg nicht zu gewinnen war.
Endlich kam es 1973 zu der Pariser Friedenskonferenz.
Das Ende der südvietnamesischen Regierung und der Abzug der US-Truppen öffneten dem Vietkong und den Nordvietnamesen Tür und Tor. 1975 marschierten sie in Saigon ein.
Die USA hatten den Krieg verloren.
(Peter Roese)

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