1965 – Begegnung mit Dr. Jo

schidajo1Aus Wien, Österreich sandte uns Helmut Schida den folgenden Artikel mitsamt den Fotos. Wir bedanken uns !
*
Es war Mitte der Sechziger als die Szene der „Alternativen“ sich weltweit zu rühren begann. Ich war knapp über zwanzig, frisch in den Lehrberuf gestartet und hatte einen „uralten“ Professor aus den USA zum Freund. Der vierfache Doktor (!) lehrte an verschiedenen Unis drüben die Fächer Mathematik, Physik, Astronautik und die Lehre vom Sterben.
Ja, das gab’s damals! Vielleicht auch noch heute? Keine Ahnung.
Worauf ich hinaus will: Der kurz vor seiner Pensionierung stehende Mann, Jo genannt (von Johannes), war in Mathe und Physik ein derartiges As, dass ich ihm sofort zu Füßen lag. Von Jo konnte man etwas lernen!

Darüber hinaus hatten es ihm auch die modernen Grenzwissenschaften angetan und – wie gesagt – die alternativen Denk- und Heilverfahren.
schidastreetUnd als wir das Weltall und Einstein durch hatten, begann Jo sein Steckenpferd zu reiten:
„Natürlich wollte ich auch Eve (seine momentane Begleiterin) schon das richtige Atmen bei­bringen und mit ihr ein wenig Autoge­nes Training üben, aber sie hat nicht die nötige Ruhe dazu. Liegt sicher an ihrer Jugend! Aber wie schaut’s mit dir aus? Machst du was in der Rich­tung?“
„Würde ich schon gern probieren, aber nur nach den Büchern ist das so eine trockene Sache.“
„Na, dann komm her! Roll dir ein Handtuch zu­sam­men, leg dich flach auf den Teppich und steck die Rolle in den Nacken. Zieh die Socken aus und schließ die Augen!“
„Nur langsam, Jo!“
„Jetzt wird dein linker Arm schwer, gleich darauf dein rechter. Bist du so weit?“
schidadrjobriefJo hetzt mich. Das spüre ich ganz deutlich. Ich schaffe es nicht, meine Atmung zu kontrollieren.
Ich werde nervös.
Nach ein paar Minuten öffne ich die Augen und breche ab.
„Tut mir leid, Jo. Ich kann mich heute nicht darauf konzentrie­ren. Sei mir nicht böse.“
„Gott! Was seid ihr Jungen doch für ungedul­dige Leute! Ich werde dir zeigen, was Körperbeherr­schung heißt. Bring mir eine große Schüssel mit lau­warmem Wasser. So groß, dass mein Hinterteil hin­ein­passt!“
Ich eile und hole ihm die Schüssel.

„Stell sie hier her auf den Teppich!“
Damit lässt er die Hosen runter, geht über meiner Schüssel in die Hocke und taucht seinen blanken Hintern ins Wasser. Dann holt er zweimal tief Luft.
„Schau auf den Wasserspiegel“, befiehlt er mit gepresster Stimme.
Ich traue meinen Augen nicht.
Als Jo sich langsam aus der Hocke erhebt, fehlen mindesten zwei Liter Wasser aus der Schüssel. Er hat mit Hilfe einer spe­ziellen Technik beinahe das gesamte Wasser in sei­nen Enddarm eingesogen.
„Das nenn‘ ich Körperbeherrschung!“ meint er lä­chelnd und verschwindet in meinem Klo.

Helmut Schida, www.schida.eu

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