1965 – Wasserversorgung auf dem Dorfe

3d fruehe JahreVon Werner Heinemann aus Gieboldehausen erhielten wir den folgenden Text und ein Foto des Buchcovers. Wir bedanken uns!
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Während meiner Schulzeit fanden in meinem Dorfe revolutionäre Umwälzungen von gewaltigem Ausmaß statt. Diese Innovationen überboten in Bedeutung und Wirkung den Neubau des Schulgebäudes bei Weitem, weil sie nicht nur den Tagesablauf der Bewohner entscheidend beeinflussten, sondern ihnen auch ein hohes Maß an Lebensqualität bescherten.
Eine neue Wasserversorgung wurde mit dem Anschluss fast aller Haushalte an ein zentrales Leitungsnetz geschaffen. Damit war das Ende der Dorfbrunnen und der Schwengelpumpen eingeläutet worden.

Gleichzeitig wurde die Entsorgung von Regen- und Schmutzwasser mit dem Bau der Kanalisation und des Klärwerks sichergestellt. Das hieß, dass ich mich von dem Donnerbalken, mit dem ich gewissermaßen aufgewachsen war, verabschieden musste. Ein bisschen Wehmut kam angesichts des Verlusts des gemütlichen Örtchens mit dem Herzchen in der Tür schon auf.
Eine fortschrittliche Frau wie meine Großmutter, die sich immerhin den unfassbaren Luxus eines Fernsehapparates leistete und sich mit meiner Tante zusammen Kühlschrank und Waschmaschine erspart hatte, war unter anderem dankbar dafür, dass sie nicht mehr die schweren Wassereimer vom Brunnen in die Küche schleppen musste. Meine Tante war begeistert von fließendem Wasser im Bad und dem installierten Spülklosett.

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