1969 – Mein Traum in Rot

porscheText von Peter Roese und Fotos von Reni Roese.
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Mein Karmann Ghia war halt, so schön er auch aussah, doch eine lahme Ente, mit seinen mickrigen 45 PS. Da mußte unbedingt was Rasanteres her! Die Gelegenheit ergab sich bald, als ich den aufgemotzten Karmann im Herbst 1969 mit einem satten Gewinn verkaufen konnte.

Ich erwarb dafür einen knallroten Porsche 356, mit 75 PS – das war ein Quantensprung!
Der Porsche sah zwar etwas ramponiert aus, aber einige Nächte harter Arbeit verbunden mit einigen kosmetischen Tricks, ließen den eleganten Flitzer zu neuer Pracht erstrahlen. Damit fiel man auf!
porsche2Ja, das waren noch jene Zeiten, wo sich Porschefahrer mit Lichthupe grüßten.
Bei der ersten Probefahrt nach Bad Wörishofen, erwischte ich eine Katze, die mir unvermittelt vor das Auto sprang. Das Tier tat mir leid, aber zum Bremsen oder auszuweichen, war leider keine Zeit und kein Platz.
“Sag’ mal”, meinte ein Bekannter ein paar Tage später, “der Porsche riecht so komisch.”
Tatsächlich, er stank! Wir suchten vergeblich nach der Quelle des üblen Geruchs. Schließlich hievten wir das Fahrzeug auf der Hebebühne hoch. Was wir erblickten war ein Schock: Aus dem Lenkradgestänge grinste uns ein halbverwester Katzenschädel an!
Weitere Geschichten über den Porsche 356 finden sich in “Allgäu Sixties”.

Übrigens: „Allgäu-Sixties“ kann man mit einem Klick auf das Buch (in der rechten Seitenleiste) direkt bestellen.

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