1962 – Mit der Bahn nach Eskilstuna – Teil 2

schweden1Text und Fotos von Peter Roese
*
Wir erreichten Hamburg, wo wir umstiegen. Weiter ging es nach Großenbrode und dort auf die Eisenbahnfähre nach Gedser in Dänemark. Über die Inseln Lolland und Seeland erreichten wir schließlich Kopenhagen. Dort übernachteten wir in der Juhe, um etwas Zeit für die Besichtigung der dänischen Hauptstadt zu haben. Wir streiften durch die Straßen und Gassen und sahen und den Königspalast, das berühmte Tivoli usw. an.

schweden2“Mir hat da ein Däne gerade einen schönen Witz erzählt”, rief Hans, “wollt ihr den hören?”
Selbstverständlich wollten wir.
“Also, in Kopenhagen nennt man die Straßenbahnen, weil sie aus der BRD kommen, Fräulein Straßenbahn. Neulich sind zwei zusammengestoßen, seitdem heißen die Schienenfahrzeuge Frau Straßenbahn.”
Das Gelächter war groß.
Den Höhepunkt der Stadtbesichtigung bildete der Besuch bei der “Kleinen Meerjungfrau”, “Den Lille Havfrue”, wie die Dänen sie liebevoll nannten.
schwedenmeerjungfrau“Die ist doch süß”, stellte einer der Fahrtteilnehmer fest, “in die könnte man sich doch glatt verknallen.”
Zur Erleichterung unserer Aufpasser ging alles glatt.
Dann sollte es mit der Fähre von Helsingör nach Helsingborg in Schweden gehen. Am Kai herrschte ganz schön Betrieb.
“Jesses”, rief Anton, erstaunt über den Kai blickend, „schaut mal, die Scharen von entzückenden Mädels!”
Wie recht er hatte! Schnell schlossen wir Freundschaften, tauschten Adressen aus und machten Fotos. Mancherorts gab es gar engere Kontakte. Das wurde auch an Bord fortgesetzt.
schweden3“Unsere Aufpasser sind mit unseren Papieren und Zollformalitäten beschäftigt”, stellte Schorsch erfreut fest, “da mach mer doch jetzt erst amal an Ölwechsel.”
Zur Erklärung: Bier heißt auf Dänisch und Schwedisch Öl. Gesagt, getan.
Wir merkten erst gar nicht wie die Fähre schaukelte. Trotz des schlechten Wetters durften wir sogar auf die Brücke und sahen dem Kapitän und dem Steuermann bei der Arbeit zu. Dunkle Wolken dräuten über den grauen Wogen. Unvermittelt tauchte vor dem Bug so etwas wie ein riesiger Wal auf.
schwedenwache“Ein sowjetisches U-Boot”, rief der Kapitän, “die verfangen sich öfter in den Netzen unserer Fischer, das ist ärgerlich.”
Die entzückende, blonde Finnin, mit der ich angebandelt hatte, gab mir folgenden Ratschlag: “Kaufe unbedingt einen Karton voll Whisky, da kommst Du in Schweden überall gut an.”
Gerne folgte ich dem weisen Rat, denn in Skandinavien ist Alkohol ein rares Gut …

Zum Teil 1 geht`s hier lang – bitte klicken…

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