Paul Purkert – seit über 50 Jahren am Schlagzeug

purkertVon Paul Purkert, dem „Kitzinger aus Österreich“ erhielten wir den nachfolgenden Beitrag. Auch die Fotos steuerte er bei. Wir bedanken uns!
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Der Schlagzeuger Paul Purkert ( 2. von rechts) trat mit „Crazy Five“ in der Hill-Billy-Bar auf – Heute trommelt er für „Irial“. Wer in Kitzingen etwas von den 60er Jahren erzählt, kommt an der Hill-Billy-Bar nicht vorbei. Die war 1954 in der Bismarkstraße 11 als Gaststätte eröffnet worden und wandelte sich im Lauf der Jahre zu einer Bar mit jeder Menge Life-Musik.

Paul Purkert hatte dort seinen ersten Auftritt als Musiker in Kitzingen.
„Da war hier die Hölle los“, sagt er über diese Zeit. Purkert ist heute 63 Jahre alt und lebt in Buchbrunn. Geboren wurde er 1947 in der Wiener Neustadt. Er macht seit seiner Jugend Musik und sitzt auch heute noch am Schlagzeug der 2004 gegründeten Band „Irial“. Die hat sich inzwischen in Kitzingen und Umgebung mit Classic-Rock und Soul einen Namen gemacht. Die Musiker waren beim Kitzinger Frühling und beim Wild-Times-Festival dabei und sie waren beim Weinfest 2011 zu hören.
purkert2Apropos hören. Auch nach fast 50 Jahren am Schlagzeug ist Paul Purkert ohrtechnisch gut dabei.
„Ohrstopfen, da kannst Du doch keine Musik machen, unmöglich“, sagt er. Purkert hat die 60er Jahre in allen ihren Varianten mitgemacht. Mit 14 hat er in Wien Koch gelernt und bewegte sich so relativ frei in der Großstadt. Stress mit den Eltern wegen langer Haare oder Klamotten hatte er weniger. Der Österreicher kam Anfang 1968 mit einer Vier-Mann-Band von Österreich nach Deutschland.
Seine erste Station war Crailsheim. Doch die Band löste sich nach vier Wochen wieder auf, weil es keine Termine mehr gab.
„Zum Glück lernte ich in der Zeit vier Musiker aus Schwäbisch Hall kennen“, sagt er und mit denen hat er die Gruppe „Crazy Five“ gegründet. Mit der Band war er in vielen Städten in Deutschland, der Schweiz und Österreich unterwegs.
Im Februar 1969 spielte er zum ersten Mal mit dieser Formation in der Hill-Billy-Bar. Der Musiker erinnert sich gerne an die Zeit und die täglichen Auftritte von 20 bis 2 Uhr. Dabei immer: eine Dreiviertelstunde durchspielen, eine Viertelstunde Pause.
Untergebracht waren die Musiker übrigens im Dachgeschoss der Hill-Billy-Bar und Fans gab es auch schon. Auch wenn Purkert behauptet, mit den Groupies an den Tischen ganz vorne im Lokal nichts zu tun gehabt zu haben.
Durch das täglichen Spielen ist die Band immer besser geworden, erinnert sich der Schlagzeuger: „Das hat richtig Spaß gemacht.“
„Crazy Five“ spielte die damals bekannten Rocktitel. Der Musikstil wurde immer härter, sagt Purkert. Das gefiel zwar den Musikern, weniger aber den Club- und Lokalbesitzern, die lieber „Foxtrott, Twist oder was ähnliches“ wollten. Das war in der Hill-Billy nicht so. Dort war die Band im Juni 1970 noch einmal zu hören. Dennoch ging es mit der Gruppe bergab. Von der Agentur kamen keine Aufträge mehr.
„Da man Geld braucht, blieb mir nicht anderes übrig als zu arbeiten“, erinnert sich der Musiker. Arbeit bekam er von Georg Wittmann im ehemaligen Farbenhaus Wittmann. Den Wittmanns Schorsch kannte er aus der Hill-Billy-Bar, wo der neben vielen Kitzingern, Würzburgern und Amerikanern Stammgast war.
Nachdem sich „Crazy Five“ aufgelöst hatten, blieb Paul Purkert in Kitzingen, wo er in den folgenden Jahren in verschiedenen Bands die Trommel schlug. „Music-Machine“, „Airport“ oder „Ranger“ gehören unter anderem dazu.
purkert3Seine Anfangszeit hat der Kitzinger aus Österreich, wie er sich selbst nennt, nicht vergessen: „Damals war in Kitzingen die Hölle los. Das galt nicht nur für die Musik. Täglich war vor der Hill-Billy-Bar der Teufel in Form von Schlägereien geboten. Mal zwischen Amis und Deutschen oder auch mal Weiß gegen Schwarz oder auch jeder gegen jeden. Ein Grund für eine Keilerei hat sich immer gefunden“, erinnert sich Purkert.

Sein Fazit: „Die Zeit kommt nicht wieder, aber die Musik wird mit Sicherheit noch in 30 Jahren und noch länger gehört.“ Geboten wird die auch von „Irial“, der neuen Band von Paul Purkert

Wer mehr über Paul Purkerts Band „Irial“ erfahren möchte, klickt bitte hier: „Irial“

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