Leseprobe aus dem Roman “Allgäu Sixties” von Peter Roese

allgäu1Eine Passage aus dem Roman “Allgäu Sixties” (Seite 14-15) von Peter Roese mit Fotos aus neuer Zeit von Reni Roese
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Das Mäuerchen gegenüber dem Denkmal “Nackter Mann” in Kaufbeuren, das an den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 erinnert, war an den Wochenenden ein beliebter Treffpunkt der Freunde …
Hin und wieder flanieren Passanten im Sonntagsstaat vorbei, es sind meist Familien. Die dazugehörigen halbwüchsigen Sprösslinge schauen verlangend zu dem munteren Völkchen auf der Mauer hinüber, das da zwangslos fröhlich plaudernd scherzt und lacht. Hand aufs Herz, da würden sie auch gerne mitmachen!

allgäu2Die Eltern blicken konsterniert, Sorgenfalten auf den Stirnen, auf das muntere Treiben und beschleunigen ihre Schritte. Ist das etwa eine Vorhut jener nichtsnutzigen Gammler, über die man dieser Tage die schrecklichsten Geschichten hört? Die hier sind ja doch ganz normal angezogen. Aber man kann ja nie wissen, vielleicht ist das alles nur Tarnung? Die Haare der jungen Männer sind jedenfalls verdächtig lang, ähnlich wie bei diesen krakeelenden Pilzköpfen aus Liverpool …
Rossner hat die Blicke sehr wohl bemerkt und kann sich einen Reim darauf machen, was in den Köpfen vorgeht.
“Die halten uns garantiert für Gammler”, stellt er fest. “Aber na ja, gegen Ewiggestrige ist man halt nicht gefeit.”
allgäu3“Bei uns in der Schule springen auch noch so verdammte alte Nazis herum”, ereifert sich Edmond.
Durch das geöffnete Fenster eines langsam vorbeirollenden Käfers erklingt das Lied “No milk today” von Hermans Hermits.
“Das könnte man doch glatt zum Allgäulied nominieren”, ruft Rossner lachend und intoniert: “No milk today, my cow has run away, that’s all I gonna say …”

Wer jetzt gerne mehr über die 60er Jahre im Allgäu lesen möchte, kann sich direkt hier das Buch „Allgäu-Sixties“ bestellen – auf Wunsch auch mit persönlicher Widmung von Peter Roese.
Dafür bitte eine mail an peter.roese@arcor.de oder oben über den Kontakt-Button.
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Fotos von Reni Roese:
1. “Nackter Mann” (Kriegerdenkmal 1870/71) in Kaufbeuren – der Ort wo sich die Freunde oft trafen
2.. Das arg ramponierte “Life” in Kaufbeuren, der “Kulttempel” der Jugend in den 60er Jahren, die damalige “Ranch Bar”
3. Rechts das Café “Weberhaus” in Kaufbeuren, wo oft heiße Diskussionen über Gott und die Welt geführt wurden. Gegenüber die Dreifaltigkeiskirche
4. Das Rathaus Kaufbeuren
5. Der Fünfknopfturm, eines der Wahrzeichen Kaufbeurens

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