1965 – Meine Sommerferien

elke1Elke aus der Eifel erzählt uns in dem nachfolgenden Beitrag einiges aus ihren Sommerferein in den 60er Jahren. Wir bedanken uns!
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Also, die ersten Jahre meiner Kindheit wurde ich regelmässig in den Sommerferien und auch sonst ab und zu zu Oma und Opa nach Ossenbrügge „Osnabrück“ gebracht. Das waren meine Grosseltern mütterlicherseits, die ich wirklich heiß und innig liebte. Opa hatte einen Lebensmittelgroßhandel im Hinterhof des Hauses, indem sie wohnten. Dort hatte ich einen richtigen Kinder-/Verwandschaftsbonus. Soll heissen: wann immer ich Lust verspürte (und das war oft!), durfte ich Opi oder meinen Onkel im „Kontor“ besuchen und dann auf Nachfragen in den Laden marschieren und mir dort irgendwas Leckeres organisieren. Toll war das.
Dann hatte ich dort einen grossen Garten, in dem ich mit den Kindern aus der Nachbarschaft spielen konnte. Und besondere Freude hatte ich immer daran, mit den „Lehrlingen“ durch den Laden oder das Lager zu gehen und zu „helfen“.
Als ich dann in die Schule kam, fuhr ich regelmässig mit meiner Mutti allein in die Ferien, weil Vati nicht aus dem Geschäft wegbleiben konnte. Er war selbständig. Er fuhr uns dann am Wochenende z.B. an die holländische Küste – Noordwijk war toll! – oder in die Berge oder an den Lago Maggiore, wo die beste Freundin meiner Mutti ein Ferienhaus hatte. Schön war das. Dann blieb Vati das Wochenende und fuhr wieder heim. Nach drei Wochen kam der Pappichauffeur zurück und lud seine zwei Damen wieder für die Heimfahrt ein. Dieses Wochenende unternahm er dann mit uns immer noch so einiges in der Umgebung. Besichtigungen, Restaurantbesuche, Wanderungen etc…
Leider bin ich fotolos was diese Urlaube angeht. Das muss alles irgendwie unter die Räder gekommen sein, als wir mein Elternhaus vor dem Verkauf ausgeräumt haben. Das war so emotional, dass ich irgendwann nicht mehr konnte und alles in fremde Hände gegeben habe. Würde ich heute auch nicht mehr tun. Aber es ist nicht rückgängig zu machen.
Als eine meiner Haupterinnerungen bleibt mir, dass meine Mutti immer sehr sportlich unterwegs war und viel Wert darauf legte, dass ich sehr früh schwimmen konnte. Der erste Versuch – bei einem o.e. Urlaub in Osnabrück – mißlang komplett. Ich war etwa 5 Jahre alt und der Schwimm-Meister – damals noch „Bademeister“ des Hallenbades in Osnabrück schmiss mich einfach vom Beckenrand ins Tiefe und wartete, dass ich wieder auftauchte. Spuck, Prust , Heul! Damit war da Schwimmprojekt erst einmal gestorben.
Aber unmittelbar danach fuhr ich mit meiner Mutti nach Traben-Trarbach an die Mosel. Dort gab es ein tolles Strandbad, dass eine Schwimmzone in der Mosel hatte. Dort habe ich dann ratz-fatz durch die Strömung schwimmen gelernt. Das ist mir noch wie ein Film im Kopf geblieben. Ich weiss noch genau, was für einen Badeanzug ich damals hatte. Weiß, Baumwolle, mit bunten Blümchen bedruckt.

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2 Gedanken zu „1965 – Meine Sommerferien

  1. Sabine

    Als Kind habe ich die Sommerferien oft bei meinem Onkel und meiner Tante im Westerwald verbracht. Sie hatten einen Bauernhof mit vielen Tieren. Mit meinen beiden Cousinen sammelte ich jeden Morgen die Hühnereier ein. Ich lernte melken, den Kaninchenstall ausmisten und auch, wie man aus Weidenruten einen Korb flicht.
    Mein Onkel hatte zwei braune Kaltblutpferde, eines hieß Peter, das andere Paul. Ich war sehr traurig, als der Onkel dann später keine Pferde mehr für die Feldarbeit hatte, sondern einen Traktor.

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