Tom & Flo – Musik der 60er im Circus Krone

tom3Von Florian Laske erhielten wir den folgenden Artikel mitsamt den Fotos. Wir bedanken uns!
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Tom & Flo sind zwei Münchner Musiker, die sich der Musik der 60er Jahre verschrieben haben. Mit Kontrabass, Gitarre und ihren zwei Stimmen spielen sie ihre Versionen der Hits der Beatles, Simon & Garfunkel und anderen Größen dieser Zeit. Genau vor einem Jahr haben sie etwas ganz besonders gewagt: ein Konzert im Circus Krone! Am Jahrestag dieses Erlebnisses erscheint nun das dazugehörige Livealbum (siehe www.tomundflo.com).

Für unseren Blog haben sie einen Erfahrungsbericht zu dem einmaligen Erlebnis geschrieben, in dem sie von den Unwägbarkeiten im Vorfeld berichten und den Grund nennen, warum das Konzert gerade am 3. Oktober stattfand.

Einmal im Circus Krone auf der Bühne stehen, dort, wo die Beatles und die Stones einst auftraten. Welcher Musiker hat diesen Traum nicht? Ehrlich gesagt, so präsent war der Traum für uns gar nicht. Klar hatten wir den Circus Krone immer als einzigartige Konzertarena wahrgenommen, aber selbst dort einmal spielen zu dürfen, daran hatten wir gar nicht zu denken gewagt.

So hat es viele Jahre gedauert, in denen wir auf der Straße spielten und unzählige kleine Konzerte gaben, bis überhaupt der Gedanke daran aufkam.
Angefangen hatte es mit dem Wunsch nach einer neuen Herausforderung, vielleicht einem speziellen Konzert. Bei unseren Überlegungen sind wir dann irgendwann über den Circus Krone gestolpert und je mehr wir darüber nachdachten, umso mehr fesselte uns der Gedanke, dort zu spielen und umso mehr wurde uns bewusst, wie gut das passen könnte, denn schließlich haben wir uns ja auch der Musik der sechziger Jahre verschrieben.

tom1Von der Idee zur Verwirklichung war es allerdings ein langer Weg. Es war schnell klar, dass wir das Konzert selber organisieren würden, zum einen weil es nicht leicht ist, einen Veranstalter zu finden, der das für eine kleine, noch unbekannte Band einfach mal macht, und außerdem ist man, wenn man das selbst in die Hand nimmt, frei in seinen Entscheidungen – das war uns wichtig.

So kontaktierten wir im Frühjahr 2013 zu allererst den Circus Krone und waren sehr überrascht über die positiven Gespräche. Zu keinem Zeitpunkt wurden wir gefragt, ob wir uns das überhaupt zutrauten und wer wir überhaupt seien. Allerdings war es schwierig, einen Termin zu finden, da der Circus Krone immer schon sehr weit im Voraus ausgelastet ist. Der 3. Oktober 2014 war aber dann noch frei, da der Termin in der Wiesenzeit liegt, in der die Veranstalter mit Konzerten im Krone eher vorsichtig sind.

tom2Natürlich machten wir uns dann noch einige Gedanken, ob das Unterfangen wirklich klappen könnte und wie wir es schaffen könnten, den Saal vollzubringen. Letztendendes haben wir uns dann einfach auf unser gutes Bachgefühl verlassen. Allerdings, in dem Moment, als wir den Termin fest gezurrt hatten und wussten, dass es nun kein Zurück mehr geben würde, hatten wir schon kurzzeitig die Hosen voll, denn schließlich mussten wir nun knapp 1700 Leute mobilisieren, was schon eine Menge Holz ist für einen nur regional bekannten Act.

Noch vor Weihnachten 2013 begannen wir mit der Werbung, drehten einen kleinen Film im Circus Krone Gebäude, kontaktierten die Zeitungen, warben in im Internet und fertigen Plakate an.
Parallel musste natürlich alles organisiert werden, wir hatten uns um die Tontechnik zu kümmern, Helfer, Ordner, Versicherung, Ticketverkauf, Catering und so weiter. Das war doch eine Menge Arbeit, umso schöner war es, dass bereits zum Jahreswechsel etwa 500 Karten verkauft waren und wir wussten, dass das Ganze nun kein finanzielles Desaster mehr werden würde.

So konnten wir uns schon bald auf das Wichtigste konzentrieren: den Auftritt. Wir wollten für diesen Anlass natürlich etwas Besonderes bieten. Unsere Stärke sind ja eigentlich kleine, intime Anlässe, bei denen wir rein akustisch die Menschen unterhalten können. Nun war es aber an der Zeit, größer zu planen, also mit mehr Showelementen und auch mit Gastmusikern.

Während der Frühjahrs- und Sommermonate spielten wir öfter auf der Straße in München, um dort noch weiter Werbung zu machen, und unsere Nichten klebten fleißig Plakate in München auf.
Natürlich waren wir während all dieser Zeit auch immer wieder unsicher, ob alles klappen würde. Dagegen half, dass wir so viel Zuspruch von Freunden und Fremden erhielten, die uns für unseren Mut lobten. Es gab auch viele Tipps und Ratschläge, viele davon waren hilfreich, was wir aber nicht machen wollten, war eine Art Oldie-Show im Sinne einer Huldigung der guten alten Zeit. So entschieden wir uns zum Beispiel dagegen, Bildaufnahmen der Beatles bei ihrem Circus Krone Auftritt zu zeigen oder dergleichen, sondern waren der Meinung, dass die Musik der sechziger am frischesten und direktesten wirken würde, wenn wir sie einfach mit Herz und Leidenschaft vortragen würden.

tom5Der Abend rückte schließlich immer näher, und als es dann soweit war, war alles bereitet. Der Ticketverkauf ließ tatsächlich erwarten, dass die Bude voll werden würde! Das war natürlich schon mal die beste Nachricht. Auch unsere große Sorge, dass wir keine guten Sound haben würden, schien zunächst gebannt, da wir in der Gruppe 20 angeführt vom Bernhard tolle, vertrauenswürdige Leute gefunden hatten.

Allerdings verlief der Soundcheck am Auftrittstag dann doch sehr turbulent, da wir auf der Bühne einfach keinen guten Sound hinbekamen und schon nachmittags gesanglich verausgaben mussten, was die Stimmung etwas trübte.

tom4Umso schöner, dass all diese Sorgen und Probleme beim Konzert dann wie verschwunden waren; die Dinge die wir uns überlegt hatten, funktionierten tatsächlich alle – sei es die witzige Anmoderation von Hannes Ringlstetter, der perfekte Bühnensound, das gemeinsame Singen mit dem Publikum, die Unplugged-Einlage auf den Zuschauerrängen und die fulminanten Abschlussstücke mit Drummer und ganzer Bläsergruppe. Es wurde ein wunderbarer Abend für alle auf der Bühne und wie wir vermuten auch für die Menschen davor.

Das Doppelalbum zum Konzert mit CD und DVD kann man über die Seite www.tomundflo.com bestellen. Es kostet 15 Euro

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