1965 – Starfighter Story Nr. 2

starfighterIn Ergänzung zur Starfighter Story Nr. 1 sandte uns Walter Dodel, ein ehemaliger Starfighter-Pilot, einen weiteren Artikel zu diesem Thema. Auch das tolle Foto stammt von ihm. Wir bedanken uns!
*
Schon wieder auf dem Weg in die alte Heimat ? Bayern !
Wieso das denn ? Heimweh ?? naaa ! Käse !!!
Wie auch bei normalen Bewegungsmitteln (z.B. Auto) mußte auch eine F 104 mal – nach soundsovielen Flugstunden – zur Inspektion.

Also abgeflogenen Flieger eben mal schnell ( mit 0.92 Mach) von Schleswig nach Manching bringen, und einen Starfighter nach erfolgtem `update` abholen.
Und zwar bei Frau Holzer, einer liebenswürdigen Dame im ersten Stock des Verwaltungsgebäudes, die die „Zündschlüssel “ und Papiere entgegennahm und aushändigte und uns die Wartezeit bei netten Gesprächen mit Kaffee und Keksen verkürzte.
Ich klagte ihr mein Leid, es wäre ja im Norden ganz nett, aber das einzige, was mir wirklich fehlen würde, wäre der echte bayerische Leberkäs. Kein Problem sagte sie, im Dorf gäbe es einen Fleischer der den besten Leberkäse weit und breit herstellen würde und wenn ich noch etwas Platz im Flieger hätte, könnte ich doch einen mitnehmen, allerdings wäre es die Rohmasse (grau in einer Aluschale), den man noch bei soundsoviel Grad und soundsolange aufbacken müsse
Das müßte meine Frau aus Sachsen doch hinbekommen, sagte ich !
Platz wäre genug da, weil bei diesen Flügen, der eine oder andere Komputer (damals riesig von Handkoffergröße) im Elektronic Compartment -oben hinter dem Schleudersitz- ausgebaut wurde.
Langer Rede kurzer Sinn , es wurde ein bayerischer Abend vom Feinsten mit Freunden.
Der Erfolg sprach sich schnell herum und die Nachfrage nach dem Kaas stieg stetig an, ja bis zu dem Augenblick als für eine Staffelparty eine grössere Menge geordert wurde und um diese zu transportieren mußten die Aluschalen übereinander gestapelt werden (jede Schale 1 Kilo).
Entweder es wurden zu viele Schalen übereinandergestapelt oder was der wahrscheinlichste Grund dafür war, daß die unterste Schale plattgedrückt wurde und die graue Masse sich im Komputerraum verteilte war, dass der Pilot eine harte Landung fabriziert hatte. (nicht ich !)
Auf alle Fälle der Kommandeur „was not amused“
und was lernen wir daraus ? – don`t overdo it – ! in der Vertikalen !

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Hier gehts zum ersten Teil der Starfighter-Story..bitte klicken..

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