Archiv der Kategorie: Mode der 60er

1966 – Das freie Knie

babs1Babsi Minibar sandte uns den folgenden Artikel, in dem sie einiges über ihre favorisierte Kleidung und die Mode in den 60ern erzählt. Auch die vielen, schönen Fotos stammen von ihr. Wir bedanken uns!
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Da ich die Jüngste war, durfte ich die Kleider und Röcke meiner Schwester immer auftragen. Das war für mich normal, es ärgerte mich in keiner Weise.  Dazu kam, ich war nicht so dünn wie meine Schwester, die 5 Jahre älter war. So zogen sich die Sachen immer gut in die Breite und sie passten bestens, lach.
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1968 – Die elektrische Nähmaschine

burda 004Von Genoveva Maria M. aus Westfalen erhielten wir den folgenden Text. Wir bedanken uns!
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Im März 1968 stand die Verlobung unserer älteren Schwester bevor. Damit bekam die für uns drei Mädchen   überaus wichtige Frage: „Was ziehen wir an? Wie soll das Verlobungskleid aussehen?“  höchste Priorität.
Bisher nähten wir den Großteil unserer Kleidung auf einer ratternden Pfaff-Haushaltsnähmaschine aus den 20er Jahren mit Tretantrieb. Diese hatte unsere Mutter irgendwann nach dem Krieg bei einer alten Tante auf dem Dachboden entdeckt.
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1967 – Eine Handbreit…

zint2mädelsVon Genoveva Maria M. aus Westfalen erhielten wir den folgenden Text. Für das Foto bedanken wir uns bei Günter Zint, PAN-Foto.
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Wir waren drei Schwestern im Teenageralter und wir waren katholisch. Wir waren begeistert von der neuen Minimode, die dank Mary Quant 1966/67 bis in unsere Kleinstadt in Westfalen gelangte. Aber wir hatten damit ein großes Problem. Unsere Eltern waren nämlich der Meinung, dass Miniröcke unsittlich seien und der Verlotterung der guten Sitten Vorschub leisten würden. Also trugen wir schickliche, biedere Kleider, die irgendwo in Kniehöhe endeten, obwohl um uns herum bereits Kleidungsstücke gesichtet wurden, die die Beine ins Rampenlicht rückten.
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1966 – Laufmaschen und Beinfreiheit

mädelsweg Von Werner Heinemann aus Gieboldehausen erhielten wir den folgenden Text. Das Foto stammt von Karin Hartig. Wir bedanken uns!
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Als Zeitzeuge speziell zur Einführung des Minis tauge ich nicht. Mein Interesse an schlanken Mädchenbeinen stieg erst im Lauf der Zeit, aber gottlob noch rechtzeitig vor Wiederabschaffung der Minimode. Schon von Amtswegen hatte ich zur Kenntnis zu nehmen, dass das Lehrerkollegium bei so viel Sichtfreiheit ernsthafte sittliche und moralische Bedenken anzumelden hatte. Aber die hatten immer irgendwas zu meckern.
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